Hinter den Kulissen vom Staatstheater Darmstadt

Shownotes

Das Staatstheater Darmstadt - seit mehr als 50 Jahren wird hier Theater gemacht. Für die Öffentlichkeit zugänglich sind drei Spielbühnen. Doch mit einer Fläche von rund 230.000 m² ist das Theater noch viel größer. Was verbirgt sich hinter den geschlossenen Türen? Was braucht es, damit Produktion überhaupt möglich wird? Zusammen mit Architekturstudentin Wiktoria gehen wir der Frage auf den Grund. Wir treffen auf Romy und Rebecka, die uns einen Blick hinter die Bühnen ermöglichen. Von der Herstellung einzelner Bühnenteile über Bühnenmechanik, bis hin zur Entstehung der Masken: Wie viel vom Prozess bleibt der Öffentlichkeit eigentlich verborgen? Genau das wollen wir herausfinden. Die Arbeit einer verborgenen Maschine.

Redaktion, Interviews: Sarah Eloise Eilers Produktion, Schnitt: Aziz Ali Seyrek Recherche: Wiktoria Switala, Tim Wagner Gesprächspartner/-innen: Romy Seitler (Konstrukteurin, Führung), Rebecka König (Theatervermittlerin, Führung), Norbert (Handwerker), Tobias (Maler und Handwerker)

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00:00:13: Der Boden ist ja so ein bisschen zerkratzt

00:00:15: und kaputt.

00:00:16: Mit zwölf Malern haben wir sechs Wochen lang daran gearbeitet.

00:00:19: Ich

00:00:21: glaube, es gibt so hochgebildene Löhde!

00:00:25: Wir kommen zu hinter der Fassade das Staatstheater die verborgenen Maschine.

00:00:34: ich dachte gar nicht dass es überhaupt ein Theater ist.

00:00:38: ich dachte hier wäre irgendwas anderes.

00:00:40: keine Ahnung was aber ich habe ich hab's mir schwer vorstellen können dass es ein Theater

00:00:45: Das Staatstheater Darmstadt am Georg Büchnerplatz.

00:00:49: Hier trifft sich abends das Publikum zu Opa, Schauspiel, Tanz oder Konzert.

00:00:54: Heute steht Viktoria vor dem Gebäude.

00:00:57: Sie studiert Architektur und will herausfinden wie dieses Haus hinter den Kulissen funktioniert.

00:01:04: Ziemlich schnell merkt Viktoria Öffentlichkeit ist hier nicht dauerhaft.

00:01:09: sie hat Öffnungszeiten.

00:01:10: Ansonsten bin ich nach vorne gelaufen.

00:01:12: die Tür ist hier.

00:01:13: aber dies so

00:01:14: Architekturgeschichtlich ist das Staatstheater Darmstadt, der nachkriegsmoderne beziehungsweise der spätmoderne zuzuordnen.

00:01:21: Das ist Lisa Horstmann Professorin an der TU Darm Stadt.

00:01:26: Sie ist unsere Expertin in Sachen Geschichte und Architektor des Hauses.

00:01:31: Das Staatstheterater Darnstadt wurde, Das Gebäude ist als sogenanntes Vier-Spartenhaus konzipiert.

00:01:41: Opa, Schauspiel, Tanz und Konzert sind hier unter einem Dach vereint.

00:01:47: Wir müssen den Künstlereingang irgendwie finden, ja?

00:01:51: Ja, ich hab keine Ahnung wo der ist.

00:01:57: Ja, Künstereingang ist doch schon beschrieben!

00:02:01: Victoria übertritt nun die Schwelle der öffentlichen Zugänglichkeit.

00:02:05: Sie trifft auf zwei Mitarbeiterinnen des Theaters, die ihr eine Rundführung geben werden.

00:02:11: Ich bin

00:02:12: Rumi Seidler und ich bin eine der zwei Konstrukteurinnen hier am Stadtsjahr der Darmstadt.

00:02:17: Ich bin Rebekah König, ich bin Theatervermittlerin in der Abteilung Mitmachen Vermittlung.

00:02:21: Der Rundgang beginnt zunächst auf den Bühnen.

00:02:25: Später wird Victoria auch die Bereiche sehen, die normalerweise im Hintergrund sind.

00:02:31: Erster Stopp im Haus sind die Kammerspiele.

00:02:35: Ursprünglich bestand das Theater bei seiner Eröffnung im Jahr neunzehnundseventig nur aus zwei Bühn Den großen Haus und dem kleinen Haus.

00:02:44: Mit der Ausweitung des Spielbetriebs und der zunehmenden Anzahl paralleler Produktionen entstand jedoch der Bedarf nach einer dritten Bühne, im Zuge der umfassenden Sanierung des Hauses zwischen two-tausend zwei und zweitausend sechs wurde deshalb ein Teil der bestehenden Tiefgarage umgenutzt und zu neuen Spielstädte ausgebaut.

00:03:03: Die Kammerspiele sind somit kein eigenständiger Neubau, sondern in den vorhandenen Baukörper integriert.

00:03:09: Deshalb sind auch hier aus staatlichen Gründen noch die Pfeiler drin und man sieht es ein bisschen an den Wänden so gehalten damit man die Geschichte noch erkennt.

00:03:17: Und deshalb sieht man auch dass die Wände noch... Da sind noch alte Markierungen teilweise transipern da zum Beispiel.

00:03:23: Dass es dazu Vorverkaufskasse geht vom Theater.

00:03:27: Auf der Bühne der Kammerspiele steht ein großes Bühnenbild, bestehend aus mehreren großen Holzwänden.

00:03:34: Victoria schaut sich die Konstruktion näher an.

00:03:37: Die Konstruktion ist eigentlich ganz schon groß.

00:03:41: Es sind OSB-Platten an Holz geschraubt.

00:03:46: Das ist irgendwie von hinten nummeriert.

00:03:48: Da vorne ... Eins, zwei, drei, vier, fünf plus vier.

00:03:53: Fünf, sechs...

00:03:54: Laut Romy dient diese Nummerierung dazu, das Bühnenbild einer Anleitung nach leichter aufzubauen.

00:04:01: Außerdem erklärt sie wie das Buhnenbild hier auf die Bühne kam.

00:04:05: Alles ist auf Rollen und Wegen.

00:04:08: Die Wände sind abgesetzt und an den Bühnboden geschraubt.

00:04:11: Hier müssen es wirklich die Leute händisch machen.

00:04:15: Händisch vom Wagen runter heben und befestigen.

00:04:22: Der Rundgang führt weiter ins kleine Haus.

00:04:25: Neben dem großen Haus bildet das Kleinehaus eine mittlere Bühne für Produktion mit geringerem räumlichen und technischem Aufwand.

00:04:32: Wir laufen durch die gelbe Tür,

00:04:33: d.h.,

00:04:33: wir gehen gerade in das kleine Haus rein.

00:04:45: Die Bühnen des Kleinen Hauses folgt der Typologie der sogenannten Kokastenbühne.

00:04:50: Sie ist durch eine klare Trennung von Bühneraum- und Zuschauerraum gekennzeichnet.

00:04:54: Das Publikum blickt frontal auf das Bühngeschähen.

00:04:57: Es

00:04:57: riecht auf jeden Fall anders, also irgendwie neuer.

00:05:00: Hier ist jetzt

00:05:02: schon alles aufgebaut für Tom Sawyer.

00:05:04: Das wird um ich da fünfzehn Uhr spielen oder vierzehn?

00:05:07: Genau, aber wir haben wie gesagt ganz viele Stücke parallel.

00:05:10: das heißt wenn jetzt Tom Sawyers gerade nicht spielt sondern Sturmhöhe oder so kann man das zum Beispiel alles nach hinten

00:05:16: fahren

00:05:17: und dann wird die Wand runtergefahren und die Seitenwände auch runter gefahren.

00:05:21: dadurch

00:05:21: sind halt die Hinterbühne und die Saitenbühnen nicht mehr zu sehen weil es auch nicht so schön.

00:05:26: Neben und Seitenbühnen gehören zu funktionalen Ausstattung großer Theaterbauten.

00:05:31: Sie dienen dem Auf- und Abbau von Bühnenbildern, der Lagerung und dem schnellen Wechsel zwischen Produktionen.

00:05:37: Im Gegensatz zu den Kamerspielen ermöglicht hier eine Obermaschinerie den schnellen Tausch von Buhnenbilder.

00:05:44: Ihr seht da oben quasi ein kleiner Kran, der kann verfahren werden und das kann euch helfen einen Bühnbild aufzustellen.

00:05:54: Maximale Baumasse.

00:05:57: Sieben Meter, achtzig in der Höhe mal zwei Meter in der Breite und ca.

00:06:01: fünf Meter in die Länge sollte es sein.

00:06:03: Genau!

00:06:04: Und in der höhe eben auch die Begrenzung weil wir haben acht Meter hohe Türen.

00:06:08: normalerweise aber ist alles teilbar und trennbar bei uns.

00:06:12: Boah das ist schon ziemlich hoch und da sehe ich da hängt ein Baum um.

00:06:18: Also ich sehe, dass man da oben auch rumlaufen kann.

00:06:21: Genau und wer am meisten draufrumläuft sind so beleuchter.

00:06:25: Natürlich braucht die Technik.

00:06:26: wenn jemand quasi ins Flugwerk einhängt dann bekommt derjenige Darsteller einen Fluggeschirr, einen Fluggurt und wird mit einem Karabiner befestigt.

00:06:39: und der steckt meistens in den Galerien aus.

00:06:45: Vom kleinen Haus geht es weiter zur größten Bühne Dem großen Haus.

00:06:51: Da haben wir wieder eine gelbe Tür, da steht Zuschauerraum.

00:06:55: Hinterbühne

00:06:56: und

00:06:57: Bühne großes Haus.

00:06:58: Wir gehen jetzt rein... Es ist ein bisschen eng als der vorherige Eingang.

00:07:11: Es ist kühler als davor.

00:07:14: Die Bühnen sind an sich viel größer als die zwei anderen.

00:07:19: Wenn man sich auch so umschaut ... Es gibt einen viel größeren Raum da hinten, also das zieht sich auch in die Länge.

00:07:27: Wir haben hier auch sein... Die

00:07:29: große Bühne ist die räumlich größte und technisch aufwendigste Spielstätte des Staatstheaters Darmstadt.

00:07:35: Sie ist Teil eines mehr Bühnsystems dass ein parallelen Proben Produktions- und Spielbetrieb ermöglicht.

00:07:42: Das Staatstheter Darmstad zeigt sehr viele Produktionen über das ganze Jahr hinweg Allein.

00:07:48: in der Woche von Vektorias Besuch stehen acht verschiedene Stücke auf dem Spielplan, verteilt auf die drei Bühnen.

00:07:55: Vier davon werden nur auf der großen Bühne aufgeführt.

00:07:59: Also mit den ganzen Stücken, die wir parallel spielen auf den diversen Bühn und was wir alles parallel auf- und abbauen müssen, was hier passiert ist die Bühnung wie eine Maschine.

00:08:10: Der Architekt verstand das Gebäude bewusst als hochfunktionalen Zweckbau.

00:08:14: In der zeitgenössischen Architek-Tourkritik wird der Staatstheater daher häufig als Theatermaschine bezeichnet.

00:08:21: Dieser Begriff ist dabei weniger metaphorisch gemeint, sondern verweist auf die funktionale Organisation des Hauses.

00:08:28: Alles ist auf effiziente Abläufe, kurze Wege und eine enge Verzahnung der Produktionsbereiche ausgerichtet.

00:08:36: Es ist schon riesig, was da so transportiert werden müsste.

00:08:39: Ganz schon in meinem Fall dass irgendwas zu groß war?

00:08:41: Eher nicht eher zu klein.

00:08:43: Dann bauen wir etwas dran.

00:08:45: Sollte es zu hoch sein, dann würden wir auch was abschneiden und das dann wieder fachgerecht zusammen verbinden.

00:08:51: Genau mit Scharnieren oder irgendwie Schröpfchen hier, Schröpchen da.

00:08:57: Also als Größenvergleich...

00:08:59: Wenn man das nach unten fahren würde in dem Bühnental könnte man den langen Louis einmal hier im Bühnturm stellen.

00:09:06: Rebecca

00:09:06: König redet hier von dem

00:09:08: Info.

00:09:08: Incoming!

00:09:09: Langen

00:09:10: Louis auf dem Luisenplatz

00:09:11: der neununddreißig

00:09:12: Meter

00:09:13: hohes.

00:09:14: Durch diese immense Größe

00:09:16: fällt

00:09:16: Victoria etwas Ungewöhnliches auf.

00:09:19: Ich hab eben bemerkt, dass die Mitarbeiter so zueinander geschrien haben.

00:09:24: Haben sie auch irgendwelche Mikros oder folgt die Kommunikation hier irgendwie nur durchschreien?

00:09:30: Nee, nee.

00:09:30: also wir haben auf jeden Fall... Wir haben auch Woccy Talkies und ganz viele Festinstelefone und auch Durchsagen.

00:09:36: Also die Inspezienz kann wirklich das wir alle hören können bis in die Kantine Durchsage machen wenn man es jetzt gar nicht über Leuten ankommen würde weil tatsächlich ist der Empfang ganz schlecht.

00:09:48: Direkt hinter der Bühne beginnen die Werkstätten.

00:09:51: Hier wird gebaut, repariert und vorbereitet.

00:09:54: Bevor das was später auf der Bühne zu sehen ist überhaupt entsteht.

00:09:58: Es

00:09:59: ist auf jeden Fall viel höher als die vorherigen Gänge durch die wir gelaufen sind Und man hört aber auch

00:10:05: viel mehr!

00:10:19: Hier ist eines der Magaziner Das heißt hier werden Bühnenbilder gelagert Die in näherer Zukunft auf die Bühnung müssen.

00:10:26: Also wir sammeln hier viel und behalten viel, bauen aber viel neu.

00:10:30: Hier hat man auch direkt so eine rohe Betonstückte.

00:10:34: Das ist ne Betonland, äh...

00:10:38: Man sieht von dem Aussehen her, dass die raus sind.

00:10:43: Die haben ein paar Löcher, ein paar... Also es ist auf jeden Fall kalt und es ist überraubt!

00:10:52: Die innere Logistik des Theaters ist darauf ausgelegt Bühnenbilder und Requisiten möglichst ohne der Montage zwischen Werkstätten Lagerräumen und Bühne zu bewegen.

00:11:01: Der Lastenaufzug spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle.

00:11:04: Er verbindet die verschiedenen Ebenen des Hauses und ermöglicht den vertikalen Transport von Kulissenteilen, Bühnenbauten und Requisiten.

00:11:14: Wir sind jetzt in einem großen Aufzug.

00:11:17: der hat die Tragfähigkeit von fünf Tausend Kilogramm.

00:11:22: Das ist aber auch riesig!

00:11:24: Also das ist richtig groß Und man sieht hier, wo die Bündnbilder ganz genau dagegen gekommen sind.

00:11:31: Man sieht hier auch ein paar weiße Flecken von der Farbe.

00:11:34: von den Bündnenbildern geh ich davon aus!

00:11:36: Es ist schon krass weil sie reichen bis nach ganz oben... ...die ganzen Abmutzungen.

00:11:43: Werkstätten sind in solchen großen Theaterbauten integraler Bestandteil des Gebäudes und befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Bühnen.

00:11:51: Die möchte sich Victoria anschauen.

00:11:53: Auf dem Weg fällt ja ein unscheinbares Detail auf.

00:11:57: Wir laufen jetzt weiter durch und man sieht, dass die Wände auf immer Charakter bekommen.

00:12:05: Die sind nicht mehr einfach nur so beton komplett ohne gar nichts, das ist nicht mehr nackt sondern da ist wirklich ... Man sieht hier einen Handabdruck von jemandem, ein Herz was du drauf gesprüht würde und auch ein bisschen mehr Farbe hat.

00:12:18: das alles

00:12:21: In den Werkstätten arbeiten die Gewerke des Theaters.

00:12:25: Hier entstehen die Bühnenbilder, die später auf der Bühne sind.

00:12:29: Im Montageraum trifft Victoria auf den Handwerker Norbert.

00:12:34: Ich bin Bühnhandwerker, das heißt man kann es übersetzen Kulissenschubse also bei den Vorstellungen aufbauen und abbauen.

00:12:42: Wir haben eine technische Einrichtung,

00:12:43: d.h.,

00:12:43: das Schritt kommt aus den Werkstätten auf die Büne.

00:12:47: auf der Bühne ist so die Feinheiten und so machen wir dann noch.

00:12:50: Das ist die Montagehalle hier, wenn dann so größere Sachen gebaut werden, Kohlestenteile und sowas, die werden dann hier zusammengesetzt.

00:12:57: Ja, ich bin vom Beruf gelernt Schlosser eigentlich.

00:13:00: Deswegen machen wir dann auch immer noch so anfallende Schlosser oder Schreinarbeiten.

00:13:04: Und das ist ja das Gute hier in den Theater, als es damals ... ... die Werkstätten auf einer Ebene mit den Bühnen sind.

00:13:12: Das hat man nicht oft.

00:13:12: Das war damals sehr modern und ist immer noch sehr modern.

00:13:14: Es passiert auch bei den Vorstellungen, dass man mal was falsch macht... ...und dann versucht man halt irgendwie heimlich zu korrigieren,... ...dass der Zuschauer nicht mitkriegt.

00:13:21: Oh ja!

00:13:22: Da hab ich ein lustiges Beispiel.

00:13:23: Naja,

00:13:24: es war halt so, weil normalerweise kriegen wir unseren Einsatz über Funk oder über Lichtzeichen Und ich habe das Stück das erste Mal gemacht und hab gefragt, wie kriegen wir hier unseren

00:13:32: Einsatz?

00:13:33: Neuer Überpunkt.

00:13:35: Das Lichtzeichen verhalten die Rücken und dann stehen wir so zwischen den Scharles in der stehrenden Seil...

00:13:40: ...und die zwei Personen auf dem Fahrrad quer über die Bühne gezogen.

00:13:42: Aber kommt er ins Bezent hinten raus dran?

00:13:44: Ziehh!

00:13:46: Ich habe gezogen wie ein Blöder.

00:13:48: Dadurch

00:13:48: hat sich das Seil

00:13:49: gespannt.

00:13:49: Die sind rausgeschossen auf die Böhne und sollen eigentlich an einem Strait durchfahren auf die andere Seite.

00:13:54: Es ist aber zurück geschaukelt durch die ganze Aktion.

00:13:57: Der Schauspieler hat es aber ausgebessert und hat gesagt, guckt mal Jungs ich kann fliegen.

00:14:00: Das war der eigentliche Text

00:14:02: sogar rückwärts.

00:14:03: Und dann ging's weiter.

00:14:05: Also sowas passiert auch

00:14:06: immer wieder.

00:14:06: Falsche Abprache oder das

00:14:08: Technisch einfach irgendwas nicht funktioniert, dass da eine Verzögerung eintritt.

00:14:13: Immer wieder

00:14:13: spannend!

00:14:15: Neben Konstruktion und Aufbau spielt auch die Oberfläche der Bühnenbilder eine zentrale Rolle.

00:14:22: So, wir kommen jetzt in den Mahlsaal

00:14:24: rein.

00:14:25: Der Saal ist sehr still eigentlich im Vergleich zu allen anderen, sehr still.

00:14:32: Hier passiert im Prinzip das alles was irgendwie

00:14:36: in irgendeiner

00:14:37: Art und Weise nach irgendetwas aussehen soll auf der Büne hier seine Gestalterische Formen bekommen, sprich die Oberfläche wird entsprechend hergestellt.

00:14:48: Das ist Tobias.

00:14:49: Er arbeitet im Mahlsaal unter anderem auch als Ausbilder in der Abteilung.

00:14:54: Wenn es jetzt ein Marmor sein soll, malen wir diesen Marmor.

00:14:57: wenn's eine Rostimitation ist dann sie aufgemalt Steine aus Styropor und Bemalterfarbe dann dass diese aussieht.

00:15:05: natürlich schöne große viele Prospekte.

00:15:08: Das Prospekt heißt, das sind große Bilder, die hier im Liegen

00:15:11: gemalt werden.

00:15:12: Wir arbeiten mit sogenannten Landschaftern und Malerbürsten.

00:15:18: Die Landschaften sind im Prinzip Pinsel, die einen meterlangen Stil haben.

00:15:22: Es gibt Bilder, denen müssen tatsächlich von oben nach unten gearbeitet werden weil es irgendwie die Oberfläche später mal hergibt.

00:15:27: oder es gibt Bilder die werden schichtweise gemalt.

00:15:30: man malt ganz oft von hell nach dunkel Und was wir natürlich sehr gerne machen ist irgendwo noch ein kleines Gimmick einbauen.

00:15:36: Das passiert auch immer mal wieder.

00:15:38: Das sind nicht unbedingt Sachen, die der Zuschauer sieht aber die Schauspieler oder Sänger auf der Bühne haben da meistens auch was davon.

00:15:45: Die ganzen Sachen müssen natürlich weil es auf der bühne ist nach b eins norm feuerfest sein.

00:15:51: also nicht feuer fest sondern leicht schwer entzündlich.

00:15:56: sie dürfen nicht so schnell irgendwie in Flammen aufgehen.

00:16:06: Wir laufen durch den Treppenhaus.

00:16:16: Auf dem Weg von den Werkstattens zurück schaut Victoria noch einmal bei der Maske vorbei.

00:16:22: Dort sitzt gerade Theresa und frisiert

00:16:24: Perücken.

00:16:26: Ich bin Theresa, ich arbeite hier, bin fest angestellt Und jetzt gerade frisiere ich die Perücke für Herstpray auf damit sie an Silvester wieder gut aussehen Und am liebsten arbeite ich eigentlich im Gipsraum, wenn wir so mit Silikon

00:16:41: oder mit

00:16:42: Gefahrstoffen arbeiten.

00:16:46: Wenn eine Vorstellung mit vielen Leuten war alles wieder aufzuräumen und die Perücken wieder sortieren auf die richtigen Köpfe und dann hier alles noch mal klar Schiff zu machen ist irgendwie der unschönste

00:16:57: Teil.".

00:17:01: Mit einer Bruttogeschossfläche von etwa zweihundertdreißigtausend Quadratmetern zählt das Staatstheater Darmstadt zu den großen Theaterbauten seiner Zeit.

00:17:12: Ich fühle mich ein bisschen verloren in den Gängen, weil viele gleich aussehen aber uns würden ja auch nicht wirklich vieler gezeigt.

00:17:20: Aber es gibt ja überall Rettungsektlehne.

00:17:24: Der Weg zurück führt Victoria an Einsing-Zimmern, Einspielzimmern umkleiden, Duschräumen und weiteren Räumen vorbei die zu dem Backstagebereich gehören.

00:17:49: Die Vorbereitung von Körper und Stimme ist ein professioneller Standard im Theaterbetrieb.

00:17:53: Stimmübungen, Einsingen und körperliche Vorbereitungen finden außerhalb des Blickfels des Publikums statt.

00:18:01: Für

00:18:02: das Publikum beginnt Theater erst in dem Moment, in dem sich der Vorhang hebt.

00:18:08: Dann merkt auch Rebecca die Magie des Theaters.

00:18:12: Das ist ganz oft so.

00:18:12: die erste Theatererfahrung für die Kinder.

00:18:15: und dann kommen sie rein sehen sich was an sieht das ganze Orchester auf der Bühne Und ich finde es ganz toll bei Kindern zu sehen.

00:18:22: Der Unterschied ist zwischen Live-Theater und Fernsehgucken.

00:18:25: Wie anders das wirkt, wie sehr die mitgehen?

00:18:28: Die Arbeit mit Grundschulen herkommen macht mir viel Freude.

00:18:45: Ist ganz schon kalt hier!

00:18:46: Für Victoria geht es jetzt nicht noch in eine Vorstellung sondern für sie führt der Weg aus dem Künstleeingang wieder nach draußen.

00:18:57: Was ich aber erstaunlich finde, hat sich gar nicht so lange angefühlt.

00:19:00: Wir waren da zweieinhalb Stunden.

00:19:03: Jedes Mal, wenn du in jeden Raum reingekommen bist, hattest du was Neues.

00:19:06: Das Staatstheater Darmstadt ist nicht als einzelne Aufführungsraum zu verstehen sondern als komplexes System aus Produktion, Technik, Verwaltung und Aufführung.

00:19:16: Vor allem das große Haus könnte man mit einer Halle vergleichen.

00:19:21: Das war echt krass!

00:19:23: Also habe ich nicht erwartet dass es so riesig ist, dass da einfach nur Sachen hinten dran versteckt werden von anderen Stücken.

00:19:30: Ja, es war auch richtig krass zu sehen was hinter der Bühne eigentlich passiert.

00:19:34: Also dass man normalerweise nie sehen würde.

00:19:37: das ist auch interessant mal auf der bühne zu stehen und so ins publikum zu schauen.

00:19:42: da hat man sich ein bisschen wie der Schauspieler gefühlt selbst wenn die Sesseln halt leer waren.

00:19:48: Für das Publikum bleibt meist unsichtbar was hinterbühne passiert doch genau dort entsteht das was später auf der Büne für sie sichtbar wird Hinter der Fassade Das Staatstheater.

00:20:06: Die verborgende

00:20:07: Maschine Ein Kooperationsprojekt zwischen der Hochschule und der Technischen Universität Darmstadt.

00:20:14: Also wenn ihr selbst mal zu uns ein Theater kommen wollt, wenn ihr in Darmstad studiert kommt ihr auch umsonst rein.

00:20:19: Da könnt ihr einfach drei Tage vor der Vorstellung wenn noch Karten frei sind oder Plätze frei sind einfach euren Studierendenausweis vorzeigen Und dann kriegt ihr eine Freikarte.

00:20:27: also nutzt das weil so günstig kommt ihr nie wieder ins Theater.

00:20:30: Deshalb nimmt es wahr während die studieren.

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